Malvenartige
Die verholzenden Strauchmalven und Stockrosen-Hybriden haben in den letzten Jahren zunehmend Einzug in unsere Gärten erhalten. Dies verwundert nicht, handelt es sich bei ihnen doch um robuste und äußerst langblühende Stauden.
Viele dieser Sorten wachsen zu kräftigen Solitärstauden heran und sind schöne Augenweiden in den Staudenrabatten. Sie alle benötigen ausreichend Platz, einen eher warmen sonnigen Standort und nährstoffreiche, durchlässige Böden. Sehr windexponierte Lagen sowie Staunässe sind zu vermeiden. Gut eignen sie sich für geschützte Standorte wie z. B. vor Mauern.
Malven benötigen in sehr kalten Wintern einen Schutz aus Reisig. Bei uns hat sich ein leichtes Anhäufeln ähnlich wie bei Rosen bewährt, um sie erfolgreich durch den Winter zu bringen. Auch ein tiefes Pflanzen empfiehlt sich. Hierbei kommen die Pflanzen 5 bis 10 cm tiefer in den Boden, als sie vorher im Topf gestanden haben. So befinden sich genügend Augen im Boden, sodass sie nach sehr strengen Wintern zuverlässig aus der Basis austreiben.
Im Gegensatz zu den altbekannten Stockrosen sind die Strauchmalven und x Alcea-Stockrosen weit weniger anfällig für den Malvenrost. An zusagenden Standorten ist eine Selbstaussaat möglich.
x Alcea 'Parkallee'
Diese verholzende Malven-Züchtung zieht in jeder Pflanzung große Aufmerksamkeit auf sich. Üppig ausladender Wuchs und eine ununterbrochene Blüte von Juli bis in den Oktober, sowie die gute Widerstandskraft gegen den Malvenrost zeichnen die 'Park'- Serie aus.
'Parkallee' bringt cremegelbe, kreisrunde Blüten hervor, deren Mitte zum Teil leicht gefüllt ist. Sie reihen sich dicht an den langen Trieben auf und erreichen einen Durchmesser von rund 6 cm.
Die Pflanzen erreichen oft eine Höhe von 180 bis 220 cm. Frieren sie in starken Wintern bis auf den Boden zurück, bleiben sie meist etwas niedriger. Dies lässt sich auch durch einen radikalen Rückschnitt erreichen. Ausgewachsene Exemplare können gut einen Meter breit werden.
x Alcea 'Parkfrieden'
Wunderschöne, zartrosa Blüten mit einem Hauch von Apricot stehen dicht bei dicht, an den eleganten Trieben. Sie werden zur Blütenmitte hin dunkler und sind zum Teil leicht gefüllt. 'Parkfrieden' ist eine wunderbare Solitärstaude, die sich gut für den Hintergrund einer Rabatte eignet. Sie fügt sich aufgrund ihrer dezenten Blütenfarbe, gut in Pflanzungen ein.
Sie wachsen kräftig und sind gesund. An günstigen Standorten werden die Pflanzen rund 200 cm hoch und 100 cm breit. Diese Züchtung findet auch aufgrund ihrer langen Blütezeit, von Juli bis Oktober, viel Beachtung.
x Alcea 'Parkrondell'
Mit dieser Sorte wird die 'Park'-Serie um einen schönen Rosaton erweitert. Die Blütenmitte ist gut gefüllt und lässt die Blüte im Inneren etwas dunkler erscheinen. Zuweilen wirken die Blüten auch hellpurpur. Sie bringt von Juli bis Oktober viele Blüten hervor.
Gut eingewachsene und entwickelte Exemplare werden etwa 200 cm hoch und gut 100 cm breit. Wem dies zu üppig ist, kann die Pflanzen im Frühjahr stark zurückschneiden.
Lavathera 'Barnsley Baby'
Diese Sorte ist eine kompakte Auslese der bekannten Strauchmalve 'Barnsley'. Sie bringt ebenso wie 'Barnsley' reinweiße Blüten mit einem roten Zentrum hervor. Die Blütezeit beginnt im Juli und erstreckt sich bis in den September.
'Barnsley Baby' erreicht eine Höhe von rund 100 cm und wird ebenso breit.






